Aus einer jüngsten Umfrage der dänischen Handelskammer geht hervor, dass über 50 % der Jugendlichen des Landes in den letzten zwei Jahren auf Raubkopien zugegriffen haben.
Obwohl Dänemark vor drei Jahren gegen lokale Piraterie-Hosting-Plattformen vorgegangen ist, verlassen sich die Bürger auf andere Quellen, um online an Raubkopien zu kommen. Die meisten gaben in der Umfrage an, dass Social-Media-Plattformen wie Facebook und YouTube die neue Quelle für Raubkopien sind.
Nach Razzien suchen mehr Menschen nach Raubkopien
Vor drei Jahren, eine Reihe von Razzien und Verhaftungen durch die dänische Regierung gingen gegen viele lokal betriebene Piratenseiten vor. Diese Initiative wurde von der Rights Alliance angeführt, einer Anti-Piraten-Gruppe, die nach dieser Vernichtung den Sieg verkündete. Doch leider ist das Problem seitdem nur noch größer geworden!
Wie die dänische Handelskammer anmerkte, ergab die jüngste, halbjährliche Studie zum Piraterieverhalten der Einheimischen, dass sich heute mehr Bürger für Piraterie interessieren als früher. Etwa 33 % der Befragten geben zu, in der Vergangenheit schon einmal eine Raubkopie heruntergeladen oder gestreamt zu haben; 15 % von ihnen haben dies im letzten Jahr getan.
Diese Zahl ist höher als die 12 % bei der letzten Umfrage im Jahr 2020 und die 10 % im Jahr 2018. Mehr als die Hälfte der 15- bis 29-Jährigen gibt zu, in der Vergangenheit Raubkopien heruntergeladen oder gestreamt zu haben, während dieser Wert in der Kategorie der 50- bis 74-Jährigen auf nur 74 % sinkt. Insgesamt Laut der Umfrage ist die Wahrscheinlichkeit, dass Männer im vergangenen Jahr etwas raubkopiert haben, doppelt so hoch wie bei Frauen.
Viele sagten, sie hätten die Raubkopien nicht über eigenständige Apps oder Websites, sondern über soziale Medien gestreamt. Dies ist auf das frühere harte Vorgehen der dänischen Regierung zurückzuführen, die die Piraten dazu drängte, ihre Inhalte über soziale Medienplattformen anzubieten. Als größtes Einfallstor für Piraterie wurde YouTube genannt, gefolgt von Facebook, TikTok, Messenger-Diensten, Instagram und Snapchat.
Angesichts dieser Entwicklung fordert Maria Fredenslund, Direktorin der Rights Alliance, die sozialen Medienplattformen auf, mehr Verantwortung zu übernehmen, um der zunehmenden Piraterie entgegenzuwirken. Sie sagte:
