Zwischen 1981 und 1990 war der Franzose Jean-Louis Gassée einer der Führungskräfte von Apple. Er war der Gründer der französischen Tochtergesellschaft der Apfelmarke. Noch heute ist es eines der wohlhabendsten der Welt. Seit seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung von Apple bleibt Gassée ein wichtiger Kommentator der Apple-Nachrichten.
Er, der Steve Jobs nie in seinem Herzen trug, zögert auch heute noch nicht, das Erbe des Apple-Gründers in Frage zu stellen. In einer aktuellen Stellungnahme wendet er sich wieder dem iPad zu, einem Produkt, das er „nicht versteht“. In seinen Ausführungen erklärt er, dass die Zielgruppe des iPads nicht definiert sei und selbst die Öffentlichkeit nicht wisse, an wen dieses Gerät gerichtet sei.
Das iPad wird erst nützlich sein, wenn es besser als das iPhone oder der Mac ist
Gassée argumentiert insbesondere, indem er den Vortrag von Steve Jobs selbst aus dem Jahr 2010 aufgreift. Als das iPad in Apples Sortiment eingeführt wurde, glaubten viele fälschlicherweise, dass der Apple-Gründer erklärt hatte, dass es sich um ein Produkt zwischen Smartphone und Laptop handele.
In Wirklichkeit sind die Worte des Chefs des Apfels ganz anders. Er erklärte, dass das iPad ein drittes Produkt sein würde, das einen eigenen Verwendungszweck haben würde, der in einigen Aspekten dem iPhone und in anderen Aspekten nahe am Mac liegen würde. Nach Angaben des französischen Ingenieurs ist der Vertrag auch zwölf Jahre später immer noch nicht erfüllt.
Jean-Louis Gassée erklärt insbesondere, dass Apple nicht zulässt, dass das iPad bei bestimmten Aufgaben eine bessere Leistung erbringt als das iPhone oder der Mac. Zu keinem Zeitpunkt ist das Apple-Tablet den beiden anderen Produkten des Unternehmens überlegen. Jean-Louis Gassée erklärte, dass Apple daran arbeiten müsse, dass diese Aktionen für das iPad besser optimiert würden als für das iPhone oder den Mac.
Das iPad: a Gesichtsgleichnis Mac?
„Wir müssen bei solchen Aufgaben besser sein als ein Laptop oder ein Smartphone. Sonst hat es keinen Daseinsgrund.“ Heutzutage rückt die Entwicklung des iPads das Tablet immer näher an den Mac und weg vom iPhone. Die „dritte Kategorie“ verschmilzt mit der zweiten und lässt das Feld für das iPhone offen.
Dieser Richtungswechsel erklärt sich auch durch die Ankunft von Tim Cook an der Spitze von Apple. Der neue Apple-Chef sagte selbst, das iPad sei „die klarste Vision“ des Individual Computing. Die Einführung des M2-Chips in der neuesten Version des iPad Pro überraschte daher niemanden.
