Foxconn bereitete ein Joint Venture mit Vedanta und STMicroelectronics vor. Hon Hai hätte sich mit rund 17,7 Milliarden US-Dollar beteiligen sollen. Ziel dieses Unternehmens war die Herstellung von Prozessoren, was auch Apple tut
Das geht aus neuen Informationen der Nachrichtenagentur hervor ReutersFoxconn hat sich gerade aus einem Joint Venture zurückgezogen, dessen Anteil nicht weniger als etwa 17,7 Milliarden US-Dollar wert sein sollte. Das Projekt, bei dem das Unternehmen mit Vedanta bei der Entwicklung von Prozessoren hätte zusammenarbeiten sollen, wäre im gegenseitigen Einvernehmen abgesagt worden. Der angegebene Grund liegt in den Schwierigkeiten, einen weiteren großen Subunternehmer für dieses Unternehmen zu gewinnen, nämlich STMicroelectronics.
Vedanta ist ein indischer Konzern unter der Leitung des Milliardärs Anil Agarwal, der insbesondere wegen Gewalt gegen Demonstranten kritisiert wurde, die die Errichtung einer neuen Kupfermine verhindern wollten. Ereignisse, die natürlich nicht ohne Widerhall der jüngsten Proteste sind, die direkt von Mitarbeitern von Hon Hai, einem anderen Namen für Foxconn in China, ausgingen. Schuld daran sind die Arbeitsbedingungen, die viele internationale Beobachter als beklagenswert empfinden.
Apple ist bereits gut gerüstet
Auch Apple arbeitet seinerseits an eigenen Prozessoren. Seit 2020 entwickelt das Unternehmen insbesondere Mac-Chips, die zuvor vom amerikanischen Gründer Intel hergestellt wurden. Kürzlich konnten wir auch die Ankunft eines Motherboards für die virtuelle Realität erleben: das R1. Gerüchten zufolge, die direkt aus Südkorea kommen, ist dieser mit einem brandneuen Typ von RAM mit sehr geringer Latenz ausgestattet.
Bei Apple ist nicht Foxconn für die Endstufe der Chipfertigung verantwortlich, sondern TSMC. Der taiwanesische Zulieferer hatte bereits lange im Voraus Aufträge für iPhone- und iPad-Prozessoren erhalten und ist heute nur noch die zehntgrößte Marktkapitalisierung der Welt, direkt hinter dem Investmentfonds Berkshire Hathaway von Warren Buffet, aber vor den Visa-Bankkarten.
Foxconn, ein Subunternehmer, steht zunehmend in der Kritik
Zurück zu Foxconn: Wir wissen, dass es auch heute noch der Haupthersteller von iPhones ist. Die Fabriken erhalten die Teile wie den Bildschirm, die Leiterplatte, die Fotosensoren oder sogar die Batterie und integrieren dann alles nach präzisen Verfahren unter dem Gehäuse, überwacht durch regelmäßige Kontrollen durch Apple-Teams. Alles unter größter Geheimhaltung, oder fast. Es ist in der Tat nicht so selten wie heute, dass spezialisierte Medien, die lokalen Quellen nahestehen, indiskret sind. Aber Vorsicht vor dem Informanten, der erwischt wird: Er riskiert, vor Gericht zu stehen.
