Seit mehreren Monaten fordert Google Apple zunehmend auf, die Einführung von RCS zu akzeptieren. Dieses neue Kommunikationssystem, ähnlich der SMS, unterscheidet sich in Wirklichkeit stark von den Textnachrichten, die wir heute kennen. Es stellt insbesondere eine Reihe technologischer Fortschritte dar. Es basiert auf dem Datennetz und nicht auf dem Mobilfunknetz. In diesem Sinne ist es iMessage ziemlich ähnlich, was die langsame Einführung von Apple durch Apple erklären könnte.
Um die Marke Apple so stark wie möglich zum Zuge zu bringen, hat Google gerade eine Werbekampagne namens „Get The Message“ gestartet. Letzterer macht keinen Hehl daraus, es wird direkt an Apple und seine Manager weitergeleitet. Google bittet das Unternehmen aus Cupertino, die RCS-Frage noch einmal zu überdenken und dieses neue Kommunikationssystem auf das iPhone zu übertragen.
RCS: der neue globale Standard
Laut Google wird RCS innerhalb weniger Jahre zur ultimativen Referenz und zum „modernen Industriestandard“ werden. Um eine für beide Seiten passende Option zu finden, schlägt Google seinem kalifornischen Nachbarn vor, RCS nur für Gespräche zwischen iPhone und Android-Geräten einzuführen.
Dies würde es Apple ermöglichen, iMessage für Gespräche zwischen iPhones beizubehalten, ohne dass Apples Instant-Messaging-Lösung auf Android-Geräten ankommt, was Google nicht möchte. Denn die Lösung für RCS für Apple liegt auf der Hand, und zwar in seiner Instant-Messaging-Lösung: iMessage.
iMessage: Apples hauseigene Lösung
Aber diese Lösung würde Apple in eine Position bringen, die viel zu stark ist, als dass Google sie aufgeben könnte. Es handelt sich also gerade erst um eine echte Pattsituation zwischen den beiden Unternehmen, bei der es darum geht, welches von beiden es schaffen wird, das andere zum Umlenken zu zwingen. Während iMessage auf iPhones mit mehr als 2 Milliarden aktiven Nutzern bereits sehr beliebt ist, erlebt RCS ein kometenhaftes Wachstum.
In seinem letzten Bericht zu diesem Thema deuteten die internen Zahlen von Google darauf hin, dass fast 500 Millionen Menschen auf der ganzen Welt bereits umgestiegen seien, viele von ihnen tatsächlich, ohne es wirklich zu merken.
