Wie Politico berichtete, zog Apple nach dem Ausscheiden aus dem App Store eine Kartellbeschwerde des US-Justizministeriums gegen seine AirTags auf sich.
Unter Berufung auf einige Quellen erklärte die Nachrichtenagentur, dass das Justizministerium gerade dabei sei, eine Kartellbeschwerde gegen Apple einzureichen. Dies geschah, nachdem Tile – ein Smart Device Tracker – Apple beschuldigt hatte, den Hardwarezugriff auf Dienste von Drittanbietern wie sie einzuschränken oder mit ihrer Kerntechnologie zu tauschen.
Fokussierung auf Apple AirTags
AirTags sind Apples selbstentwickelte Geräte-Tracker, die in puncto Qualität und Leistung hervorragend gebaut sind. Sie nutzen Apples Ultrabreitband-Technologie und das Find My-Netzwerk, um Geräte zu orten – scheinbar besser als andere Tracker, die für diesen Vorgang Bluetooth verwenden.
Dies führte dazu, dass einige dieser Drittanbieter-OEMs Apple beschuldigten, da ihnen absichtlich die Nutzung des „Wo ist?“-Netzwerks von Apple für ihre Aktivitäten verweigert wird – was zu besseren Ergebnissen führen könnte. Einer davon ist Tile – ein beliebter Geräte-Tracker, der Apple beschuldigt, den Zugriff auf das „Wo ist?“-Netzwerk unter iOS zu blockieren.
Tile äußerte sich hierzu in einer Aussage vor dem Kongress, Dort hieß es, Apple habe sie gezwungen, ihre Software-Ökosysteme aufzugeben, um das „Wo ist?“-Netzwerk auf iOS nutzen zu können. Obwohl Tile den Vorwurf letztlich zurückwies, veranlasste dieser Vorwurf die Gesetzgeber dazu, über die wettbewerbsschädigenden Praktiken von Apple in der Hardwarebranche nachzudenken.
Derzeit steht der iPhone-Hersteller wegen wettbewerbswidriger App Store-Richtlinien und Zahlungen an Entwickler in der Kritik. Apple ist gezwungen, Entwicklern die Verwendung von Zahlungsmethoden von Drittanbietern für ihre Apps im App Store zu gestatten, allerdings mit einigen Einschränkungen.
Nun könnte es auch bei der Hardware-Produktpalette zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Laut Politico, Quellen zufolge befinden sich die Anwälte des Justizministeriums noch in der Anfangsphase der Ausarbeitung einer Kartellbeschwerde gegen Apple. Die kartellrechtlichen Ermittlungen gegen Apple begannen bereits 2019, wobei sich der Großteil der Untersuchungen auf die Softwaresparte des Technologiegiganten konzentrierte.
