Smartphone statt Zahlungsterminal. Hier ist SoftPOS

Smartphone-Zahlungen haben sich in Polen endgültig erledigt, es ist Zeit für den nächsten Schritt. Mit SoftPOS wird das Smartphone zum Zahlungsterminal.

  

Auf der IFA 2019 in Berlin habe ich am Samsung-Stand das neue SoftPOS-System gesehen, ein Projekt, das Samsung, Fiserv und Visa gemeinsam entwickelt haben.

Gibt es überall Zahlungsterminals? Nicht wirklich

Zahlungsterminals sind heute ein notwendiges Element für kontaktloses Bezahlen. Nach Angaben von Visa ist Polen das erste Land der Welt, in dem alle Terminals kontaktloses Bezahlen unterstützen.

Das Terminal hat seine Grenzen, da es eine Stromversorgung benötigt und Geräte mit einem Akku kurze Arbeitszeiten mit einer Ladung gewährleisten. Es funktioniert in einem Restaurant, wenn der Kellner das Terminal zum Tisch bringt, aber er muss sich nicht beim Postboten, Kurier oder Lebensmittellieferanten erkundigen.

SoftPOS (Software Point of Sale) ist ein Zahlungsterminal in einer Anwendung, die auf einem Smartphone installiert ist.

SoftPOS ist ein Terminal in einer mobilen Anwendung. Das System arbeitet so, dass das Smartphone über den NFC-Chip eine Gebühr von einer Zahlungskarte erheben kann. Mit der SoftPOS-Anwendung können Sie den Betrag eingeben und dann die Karte anwenden. Ab einem Betrag von 50 PLN muss der Zahler die PIN auf dem Smartphone-Bildschirm eingeben. Da das Smartphone keinen Drucker hat, wird die Rechnung digital ausgestellt und an den Kunden gesendet.

Ein solches System ist dank der Zusammenarbeit von drei Unternehmen möglich. Fiserv hat die Abwicklung von Transaktionen in einer mobilen Anwendung bereitgestellt, Visa ist für die schnelle und sichere Verarbeitung kontaktloser Zahlungen verantwortlich und Samsung stellt die Knox-Technologie bereit, die für die Sicherheit auf Hardware- und Softwareebene zuständig ist.

Die erste Zahlung im SoftPOS-System erfolgte in Polen.

Softpos Samsung Ifa 2019Olaf Krynicki, Sprecher von Samsung Electronics Polska, stellt das SoftPOS-System vor.

Die Polen sind bestrebt, Innovationen im Bereich der Zahlungstechnologien zu erhalten. Deshalb wurde unser Land für die Durchführung von Systemtests ausgewählt. Die erste SoftPOS-Zahlung in einem realen Geschäft hat bereits stattgefunden, und ein umfassenderes Pilotprogramm wird vor Ende 2019 starten.

Am Stand auf der IFA konnte ich sehen, wie die Zahlung geleistet wurde. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied zur Zahlung am Terminal. Wir legen die Karte auf das Smartphone, geben die PIN ein und erhalten eine Bestätigung.

Ich habe einen Samsung-Vertreter nach der Sicherheit dieser Lösung gefragt, nämlich nach der Möglichkeit, sich als SoftPOS-Anwendung auszugeben.

Softpos Samsung Ifa 2019

Wenn wir in einem Standardterminal bezahlen, denken wir nicht darüber nach, ob es sich um ein legales Gerät handelt. Der Erwerb eines Zahlungsterminals ist ein komplizierter Prozess, bei dem Sie Ihre Identität auf mehreren Ebenen zertifizieren müssen. Wenn jemand ein Terminal hat, können wir fast zu 100% sicher sein, dass die Zahlung ordnungsgemäß abgewickelt wird.

Was ist mit einem Smartphone? Jeder von uns hat ein solches Gerät. Wie können wir also überprüfen, ob jemand das System beschädigt hat? Ein Vertreter von Samsung behauptet, dies sei unmöglich, da der Prozess des Abrufs und der Ausführung der Anwendung sehr sicher sei. Dies kann mit dem Terminalerfassungsprozess verglichen werden. Mit anderen Worten, Samsung stellt sicher, dass wir dank Knox-Technologien auf die Sicherheit der Transaktion vertrauen können, wenn wir die SoftPOS-Anwendung im Geschäft oder beim Kurier sehen.

Softpos Samsung Ifa 2019

Die SoftPOS-Demonstrationszone auf der IFA befindet sich in Halle B, City Cube 101, am Samsung-Stand. Jeder Interessierte kann überprüfen, wie diese Lösung funktioniert. Das System sieht sehr futuristisch aus und ist gleichzeitig viel einfacher als die derzeitige Lösung mit einem Zahlungsterminal.