Diesmal ist es soweit, nach einer mehrmonatigen Serie ist Elon Musk tatsächlich der neue Besitzer von Twitter. Die Operation kostete ihn insgesamt 46,5 Milliarden Dollar. Eine Summe, die er aus eigenem Kapital und durch Kredite ausgab.
Der Vogel ist befreit
— Elon Musk (@elonmusk) 28. Oktober 2022
Elon Musk verkauft Träume für die Zukunft von Twitter
Der skurrile Milliardär wartete offenbar nicht damit, spektakuläre Entscheidungen zu treffen. Wenn wir einem Artikel glauben New York TimesBerichten zufolge wurden an diesem Donnerstag vier leitende Angestellte der Plattform entlassen. Dabei handelt es sich um den ehemaligen CEO Parag Agrawal, den ehemaligen CFO Ned Segal, den ehemaligen Policy-Chef Vijaya Gadde und den ehemaligen General Counsel Sean Edgett.
Laut der amerikanischen Zeitung erlebten wir gestern Szenen, die einem Hollywood-Film würdig wären, mit einem dieser Führungskräfte, der nach der Ankündigung aus den Büros des Unternehmens „eskortiert“ worden wäre.
Was die Twitter-Mitarbeiter betrifft, haben auch wir Grund zur Sorge. Einem Artikel der Washington Post zufolge soll der neue Chef die Idee dazu erwähnt haben 75 % der Mitarbeiter des Unternehmens entlassen. Das bedeutet, dass nur noch 2.000 Mitarbeiter für die Verwaltung der Plattform verbleiben würden, im Vergleich zu derzeit 7.500.
Wenn eine solche Lösung implementiert würde, könnte sie die Moderationsbemühungen des Dienstes sowie die Bekämpfung von Betrügereien, einer echten Plage im sozialen Netzwerk, untergraben. Auch technische Probleme wären möglich. Allerdings bestritt Elon Musk kürzlich seine Absicht, eine solche Säuberung durchzuführen, und das wird nur die Zeit zeigen.
Der Unternehmer seinerseits verkauft Träume an die breite Öffentlichkeit und verspricht, „die universelle Anwendung“ zu schaffen. Kurz gesagt, Twitter könnte einem Dienst wie WeChat ähneln, mit erweiterten E-Commerce- und Servicefunktionen.
